Palmen für den Garten
Maximales Tropen-Feeling mit Garten-Palmen
Schon im Barock waren Palmen und andere exotische Pflanzen in Europa äußerst begehrt. In prächtigen Orangerien wurden sie überwintert und dienten als Statussymbol wohlhabender Gartenbesitzer. Heute ist dieses besondere Flair für jeden realisierbar – direkt im eigenen Garten.
Eignen sich Palmen für meinen Garten?
Palmen im eigenen Garten stehen wie kaum eine andere Pflanze für Sonne, Urlaub und mediterranes Lebensgefühl. Mit ihren markanten Wedeln und ihrer imposanten Ausstrahlung verwandeln sie Terrasse, Balkon oder Garten im Handumdrehen in eine kleine Wohlfühloase.
Auch in Deutschland lassen sich viele Palmenarten problemlos kultivieren. Während der Sommermonate, etwa von April bis Oktober oder November, fühlen sich die exotischen Schönheiten im Freien besonders wohl. Ob im Topf auf der Terrasse oder ausgepflanzt im Garten: Palmen sorgen für echtes Tropen-Feeling direkt vor der Haustür!
Wie pflege ich Garten-Palmen richtig?
✔ Gießen: Im Sommer regelmäßig und durchdringend wässern, sodass der gesamte Wurzelballen gut durchfeuchtet ist. Erst wieder gießen, wenn die oberste Erdschicht abgetrocknet ist. Im Winter deutlich sparsamer gießen.
✔ Düngen: Von April bis September alle zwei Wochen mit einem Volldünger für Grünpflanzen versorgen oder alternativ Langzeitdünger im Frühjahr und Frühsommer einsetzen. Bananenstauden benötigen aufgrund ihrer enormen Blattmasse eine Kompostgabe im Frühjahr
✔ Standort: Viele Palmen lieben sonnige Plätze, einige bevorzugen jedoch halbschattige Standorte. Wichtig ist ein windgeschützter Platz.
✔ Eingewöhnung: Nach dem Winter sollten Palmen erst langsam wieder an Sonne und Wärme gewöhnt werden, um Blattverbrennungen zu vermeiden. Stellen Sie dafür Palmen die ersten 10 Tage an einen etwas schattigeren Platz.
✔ Rückschnitt: Entfernen Sie Palmwedel erst, wenn sie vollständig eingetrocknet sind. So kann die Pflanze ihre Nährstoffe optimal zurückziehen. Schneiden Sie niemals nur die Blattspitzen ab. Eine Besonderheit stellt Bananenpalme und Zierbanane dar. Diese werden vor dem Winter stark bis auf 50 - 80 cm zurückgeschnitten. Im Garten schützt ein mit Laub gefüllter Drahtkorb die Pflanze vor Frost. Im Frühjahr treibt sie dann wieder kräftig aus.
✔ Kübelpflanzung: Palmen bevorzugen hohe Pflanzgefäße, da sie oft tiefe Wurzeln bilden. Das Substrat sollte gut durchlässig und strukturstabil sein – ideal ist eine Mischung aus humoser Erde mit Anteilen von Sand, Kies oder Lavagranulat. So wird Staunässe vermieden und die Wurzeln bleiben gesund.
Garten-Palmen richtig überwintern
Da die meisten Palmen nicht vollständig winterhart sind, benötigen sie in der kalten Jahreszeit besondere Aufmerksamkeit. Kübelpflanzen sollten an einen hellen, frostfreien Ort gebracht werden, zum Beispiel in den Wintergarten, ein Gartenhaus oder eine Garage. Ideal sind Temperaturen zwischen 6 und 12 °C. Auch in lichtdurchfluteten Wohn- oder Büroräumen schaffen Palmen eine entspannte, fast schon urlaubsartige Atmosphäre. Einige robuste Arten wie die Hanfpalme, Zwergpalme oder bestimmte Bananenpalmen können hingegen ganzjährig im Garten bleiben. Je nach Sorte vertragen sie Temperaturen bis etwa -10 bis -15 °C. Voraussetzung ist jedoch ein zuverlässiger Winterschutz – besonders in kälteren Regionen.
Ein guter Schutz beginnt beim sogenannten „Palmenherz“, also der empfindlichen Wachstumszone im oberen Stammbereich. Um diese vor Nässe und Kälte zu schützen, werden die Wedel vorsichtig nach oben gebunden und die Pflanze anschließend mit einer atmungsaktiven Wintervlieshaube umhüllt. Diese schützt nicht nur vor Frost, sondern auch vor Wintersonne und Austrocknung. Auch der Wurzelbereich sollte nicht vernachlässigt werden: Eine dicke Schicht aus Laub oder Mulch isoliert den Boden. Bei größeren Kübelpflanzen die draußen überwintern empfiehlt sich zusätzlich ein Schutz des Topfes, beispielsweise durch isolierende Materialien wie Kokos- und Juteschutzmatten und oder im Extremfall sogar Frostschutz-Heizsysteme.
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