So werden Sie Schnecken im Garten los
Die verschiedenen Schnecken im Garten
Vorab möchten wir zwischen den unterschiedlichen Schneckenarten differenzieren. Prinzipiell können alle Schnecken unseren Pflanzen zum Verhängnis werden, doch gibt es unterschiedlich schwere Fälle.
Die heimische Weinbergschnecke ist in unseren Gärten oft anzutreffen. Mit ihrem großen Haus ist sie jedoch weitaus weniger wendig und tut sich somit schwerer, an Pflanzen hinauf zu klettern. Ähnlich verhält es sich mit der Bänderschnecke und der mittlerweile selten gewordenen rötlichen Laufschnecke. Ohne Häuschen unterwegs ist hingegen die Wegschnecke, welche auch als Nacktschnecke bekannt ist. Die Nacktschnecke macht uns Gärtner wohl die meisten Sorgen! Sie erkennen die Wegschnecke an ihrer braunen Farbe, die sie zur Tarnung auf dem Gartenboden nutzt. Ob Sie eine Wegschnecke bei sich im Garten entdecken, ist weitgehend von der Temperatur und der Bodenfeuchtigkeit abhängig. Tagsüber, wenn es trocken und warm ist, verkriechen sich die Nacktschnecken lieber in ihre Verstecke oder unter die Erde zurück. Meist kommen sie zur Dämmerung hervor und fressen in der Nacht Pflanzteile an. Nach üppigen Regenfällen traut sich die Schnecke auch während des Tages an die Oberfläche.
Wie kann ich gegen Schnecken vorgehen?
- Händisch entfernen: Das Absammeln der Schnecken mag zwar mit etwas Aufwand verbunden sein, ist jedoch die effektivste Methode, Schnecken schnell loszuwerden. Am besten lassen sich die Schnecken morgens oder abends einsammeln, wenn es kühler und feuchter ist.
- Hindernisse bauen: Schnecken meiden trockene und raue Oberflächen. Durch Kupferbänder, Schneckenzäune oder das Ausbringen von Streu oder Granulat können Schnecken ferngehalten werden.
- Nützlinge fördern: Zu den natürlichen Fressfeinden der Schnecke gehören zum Beispiel Igel, Mäuse und Vögel. Wer einen naturnahen Garten und somit ein Zuhause für Nützlinge und Kleintiere schafft, profitiert vom Lauf der Natur. Auch Laufenten haben Schnecken zum Fressen gern.
- Morgens statt abends gießen: Durch das Gießen am Morgen ist der Boden am Abend trockener. Schnecken sind dadurch weniger aktiv als auf feuchten oder nassen Böden.
- Anti-Schnecken-Stauden pflanzen: Anti-Schneckenstauden sind Stauden, die Schnecken nicht ausstehen können. Ein Paradebeispiel hierfür ist der Lavendel. Schnecken hassen den Duft, der von seiner Blüte ausgeht und bleiben ihm fern. Nutzen Sie den Lavendel als Einfassungshecke für ein kleines Beet, können Sie recht sicher sein, dass sich der Anteil an Schnecken dort radikal verringert. Weitere bekannte Anti-Schneckenstauden sind der Blauschwingel, das gelbe Sonnenröschen, die Schafgarbe und der Storchschnabel.
- Fallen einbauen: Mit einer Falle können Schnecken, ohne sie berühren zu müssen, gefangen und beseitigt werden. Wer als Lockmittel Bier verwendet, sollte sich jedoch bewusst sein, dass der Duft auch Schnecken aus der näheren Umgebung anlocken kann.
- Schneckenkorn verwenden: Schneckenkorn gilt als letzte Lösung im Kampf gegen die Schnecken. Es sollte stets sparsam und gezielt eingesetzt werden.
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