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Rosenbeet anlegen
Wie plane und lege ich ein Rosenbeet richtig an?


Seit Jahrhunderten gilt die Rose als Königin der Blumen – bewundert für ihre Schönheit, ihren betörenden Duft und ihre vielfältige Symbolik. Viele Gartenfreunde zögern jedoch, ein Rosenbeet anzulegen, weil sie glauben, Rosen seien besonders anspruchsvoll. Dabei sind sie erstaunlich vielseitig: Für nahezu jeden Garten und jeden Geschmack lässt sich die passende Sorte finden. Wer einige grundlegende Voraussetzungen beachtet und ein paar einfache Pflegetipps kennt, wird lange Freude an seinen Rosen haben – oft über viele Jahre, sogar Jahrzehnte hinweg.

Haende die einen Boden umgraben und einen Rosenstock einpflanzen moechten

Welchen Standort benötigen Rosen?

  • sonniger Platz, aber nicht übermäßig heiß
  • gut durchlüftete Beete, da Luftbewegung Hitze und Trockenheit mildert
  • ausgeglichene Temperaturen
  • Standort ist entscheidend für die Vitalität und Gesundheit der Rose! Ein besonders heißer, sonniger Standort macht Rosen anfälliger für Hitzestress, Pilzkrankheiten und Schädlingsbefall
  • besonders ungeeignet sind Standorte vor Hauswänden und windstillen Ecken
  • Ramblerrosen und einige historische Rosensorten kommen auch mit Halbschatten zurecht
  • Rosen niemals an Stellen pflanzen, an denen zuvor Rosen oder andere Pflanzen aus der Familie der Rosengewächse gestanden haben. Im Boden enthaltene Wurzelausscheidungen wirken sich auf nachfolgende Rosen wuchshemmend aus (=Bodenmüdigkeit). Falls kein anderer Platz im Garten zur Verfügung steht, hilft nur ein großzügiger Bodenaustausch in ausreichender Tiefe.


Der optimale Boden für Rosen

  • tiefgründiger, nährstoffreicher, durchlässiger und humoser Boden
  • ideal ist ein sandiger Lehmboden: speichert Wasser und Nährstoffe zuverlässig, ohne dass Staunässe entsteht
  • sehr schwere Böden mit Lavagranulat, Blähton oder grobem Sand mischen und auflockern
  • sehr leichte, sandige oder nährstoffarme Böden mit Lehm, Humus oder Bentonit (Sandbodenverbesserer) verbessern
  • Rosen sind Tiefwurzler und sind daher auf besonders gut aufbereitete Böden angewiesen
  • sind zuvor Rosen oder andere Rosengewächse an dieser Stelle gestanden, muss der Boden großzügig ausgetauscht werden

Rosen richtig pflanzen

Die fachgerechte Pflanzung von Rosen ist entscheidend für das Anwachsen und die Gesundheit der Pflanzen. Wenn Sie die folgendenden Schritte beachten, werden Sie feststellen, dass das kein Grund zur Sorge ist und jedem Gärtner gelingen kann.

1. Der richtige Zeitpunkt

Die ideale Pflanzzeit für wurzelnackte Rosen liegt zwischen Ende Oktober und Anfang Dezember. Bei frostfreiem Wetter ist eine Pflanzung jedoch den ganzen Winter über möglich. Spätestens Ende April sollte sie abgeschlossen sein, da Sonne und Wärme das Anwachsen erschweren.

Rosen im Container lassen sich nahezu das ganze Jahr über pflanzen, solange der Boden nicht gefroren ist und die Temperaturen über dem Gefrierpunkt liegen. Besonders gute Wachstumsbedingungen finden sie im Mai, Juni und September.

2. Den Boden vorbereiten

Eine tiefgründige Lockerung ist der erste Schritt: So haben die Wurzeln später genug Platz, um sich auszubreiten. Anschließend wird ein etwa 40 cm tiefes und ebenso breites Pflanzloch gegraben. Den Aushub mischt man am besten mit lockerer Rosenerde – das sorgt für eine gute Struktur und Nährstoffversorgung. Wichtig: Kompost gehört jedoch nicht an die Wurzeln wurzelnackter Rosen, da die nackten Wurzeln empfindlich sind! Bei der Pflanzung selbst sollte jedoch auf Dünger verzichtet werden, damit die jungen Wurzeln nicht geschädigt werden. Grundsätzlich gilt: Die erste Düngung nach einer Pflanzung – ob im Herbst oder Frühjahr – erfolgt nach der ersten Blüte im Juni. 

3. Vorbereitung der Pflanzen

Wurzelnackte Rosen sollten auf keinen Fall mit offenen Wurzeln herumliegen. Am besten werden sie nach Erhalt und vor dem Pflanzen für einige Stunden gewässert oder bis zur Pflanzung in Erde locker eingeschlagen. Anschließend kürzt man Wurzeln und Triebe auf etwa 20 cm ein. Bei Containerrosen wird der Ballen mit Topf vorab für einige Minuten in einen Wassereimer getaucht, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen und der Ballen komplett gewässert ist. Bei Rundwuchs der Wurzeln muss der Wurzelfilz zunächst mit einem scharfen Messer gelockert oder leicht angeritzt werden, damit die Rose dann schnell neue Faserwurzeln bilden kann.

Rosen Rückschnitt

4. Die Pflanzung

Die Rose wird so eingesetzt, dass die Wurzeln gerade im Pflanzloch stehen und die Veredelungsstelle – gut erkennbar an der kleinen Verdickung am Wurzelhals - sollte nach der Pflanzung etwa 5 cm unter der Erdoberfläche liegen. Das gilt sowohl für wurzelnackte als auch für Containerrosen. Danach das Pflanzloch mit dem lockeren und feinkrümeligen Erdgemisch auffüllen und die Erde mit den Händen andrücken, damit alle Hohlräume geschlossen sind. Mit den Füßen sollte man keinesfalls antreten – das würde den Boden zu stark verdichten und den wichtigen Luftaustausch behindern.

Rosen Rückschnitt

5. Wichtige Maßnahmen direkt nach der Pflanzung

Zum Schluss wird mit 1 bis 2 vollen Gießkannen gründlich gewässert, damit sich der Boden setzt. In den kommenden Wochen darf regelmäßig gegossen werden, um der Rose ein gutes Anwachsen zu ermöglichen. Abschließend wird die Pflanze etwa 10 cm hoch mit Erde angehäufelt. Dieser Erdhügel schützt vor Frost, Wind und Sonne und kann bestehen bleiben, bis die Rose etwa 15 cm ausgetrieben hat, meist etwa Mitte bis Ende März. Reisigzweige verhindern, dass der Boden über den Winter hinweg abgetragen wird.

Rosen Rückschnitt

Die passenden Rosenbegleiter - Begleitpflanzen für Rosen

Eine Rose entfaltet ihre volle Wirkung, wenn sie mit einer passenden Begleitpflanzung unterstützt wird. Welche Pflanzen sich als Rosenbegleiter eignen und welche Kombinationen besonders beliebt sind, zeigen wir Ihnen in unserem Beitrag 'Rosenbegleiter'. Achten Sie bereits beim Anlegen des Rosenbeetes, dass Sie ausreichend Platz für andere Rosen und Begleitpflanzen mit einplanen.

  • Beetrosen benötigen etwa 40-50 cm Abstand, Strauchrosen ca 1-1,5 m Abstand zu anderen Pflanzen
  • Wuchshöhen staffeln: große Pflanzen nach hinten, kleinere Pflanzen nach vorne

Das fertige Rosenbeet richtig pflegen

Rosen haben den Ruf, sehr pflegeintensiv zu sein. Das stimmt teilweise auch. Sie gehören sicherlich nicht zu den anspruchslosen Pflanzen, doch verlangen sie dem Gärtner auch kein Unding ab. Alles zum Thema Rosenpflege haben wir einem separaten Kapitel 'Pflegemaßnahmen von Rosen' zusammengefasst. 

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