Nährstoffmangel bei Kübelpflanzen erkennen und vermeiden
Kübelpflanzen sind auf eine begrenzte Menge Erde angewiesen und damit auch auf eine begrenzte Menge an Nährstoffen. Anders als Pflanzen im Garten können sie sich fehlende Nährstoffe nicht selbst aus dem Boden erschließen. Deshalb tritt ein Nährstoffmangel bei Kübelpflanzen besonders häufig auf. Ursachen können eine fehlende oder unregelmäßige Düngung sein, aber auch eine einseitige Versorgung oder sogar eine Überdüngung. Bitte beachten Sie, dass jede Pflanzenart anders ist und einen unterschiedlichen Nährstoffbedarf hat. Düngen Sie niemals pauschal, sondern informieren Sie sich stets über die Pflanzenbedürfnisse.
Anzeichen für Nährstoffmangel
Die ersten Hinweise für einen Nährstoffmangel zeigen sich meist an den Blättern. Typische Symptome sind:
✔ Braune Blattränder oder eingerollte Blätter deuten auf Kaliummangel hin.
✔ Gleichmäßig vergilbte, ältere Blätter – oft beginnend an der Spitze – sprechen für Stickstoffmangel.
✔ Rötliche bis purpurfarbene Verfärbungen, häufig an älteren Blättern und deren Unterseiten, können auf Phosphormangel hinweisen und gehen oft mit schwachem Wurzelwachstum einher.
✔ Gelbe junge Blätter mit hellgrünen Blattadern sind ein typisches Zeichen für Eisenchlorose (=Eisenmangel).
Bleibt der Mangel unbehandelt, werfen die Pflanzen Blätter ab, wachsen nur noch schwach und zeigen insgesamt eine kümmerliche Entwicklung mit einer reduzierten Blüte oder vermindertem Ertrag.
Maßnahmen bei Nährstoffmangel
In den meisten Fällen lässt sich ein Nährstoffmangel durch eine gezielte Nachdüngung gut beheben. Entscheidend ist dabei, den Dünger passend zum tatsächlichen Bedarf auszuwählen.
✔ Bei Stickstoffmangel eignen sich stickstoffbetonte Dünger.
✔ Bei Eisenmangel sollte möglichst mit Regenwasser gegossen werden, da kalkhaltiges Leitungswasser die Eisenaufnahme hemmt.
✔ Ein Kaliummangel kann durch kaliumbetonten Flüssigdünger ausgeglichen werden.
✔ Für die Phosphorversorgung bieten sich organische Dünger wie Hornmehl, Gesteinsmehl oder Präparate mit Mykorrhiza-Pilzen an.
Vorbeugung: So bleiben Ihre Kübelpflanzen gesund
Die beste Strategie ist, Nährstoffmangel gar nicht erst entstehen zu lassen! So versogen Sie Ihre Pflanzen optimal und langfristig:
✔ Hochwertige Kübelpflanzenerde verwenden: Diese enthält bereits wichtige Haupt- und Spurennährstoffe sowie oft wasserspeichernde Bestandteile wie Tongranulat oder Perlite. Ebenso sind gute Spezialerden bereits optimal auf den jeweils benötigten pH-Wert der Pflanze abgestimmt.
✔ Richtiger Dünger wählen: Wählen Sie den richtigen Dünger für Ihre Pflanzen. Greifen Sie hier auf fertige Spezial-Dünger zurück.
✔ Richtiges Intervall: Düngen Sie regelmäßig und gleichmäßig. Flüssigdünger kann während der Hauptwachstumszeit etwa alle zwei Wochen mit dem Gießwasser gegeben werden und steht den Pflanzen besonders schnell zur Verfügung. Alternativ können Sie zu Saisonbeginn einen Langzeitdünger einsetzen.
✔ Richtig Düngen: Halten Sie sich stets an die Dosierungsempfehlungen des Herstellers, denn auch Überdüngung kann schaden. Typische Anzeichen sind welke Blätter, die von den Rändern her eintrocknen.
✔ Wurzeln kontrollieren: Staunässe oder geschädigte Wurzeln können die Nährstoffaufnahme erheblich beeinträchtigen.
✔ Bei Bedarf umtopfen: Sind Topf oder Kübel vollständig durchwurzelt und die Erde annähernd verbraucht sollte das Umtopfen in ein größeres Gefäß erfolgen.
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