Rosenrückschnitt - so schneiden Sie Ihre Rosen richtig zurück
Rosen sind seit Jahrtausenden tief in Mythologie, Geschichte und Kunst verwurzelt und gelten als universelles Symbol für Liebe, Schönheit und Leidenschaft. Doch damit unsere Gartenlieblinge vital und blühfreudig bleiben ist der richtige Schnitt die Grundlage für ein gesundes Wachstum.
Warum ist ein Rückschnitt notwendig?
Um totes Holz, kranke Blätter, alte Blüten und schwache Triebe zu entfernen, ist das Frühjahr für die meisten Rosengruppen die beste Zeit. Ohne das Entfernen dieser überflüssigen Pflanzenteile, würde man das Vergreisen der Pflanzen fördern. Außerdem können Pilzen und Krankheiten über kranke und kaputte Triebe ungewollte ins Pflanzeninnere eindringen. Ein jährlicher Pflegeschnitt ist unumgänglich. Grundsätzlich gilt bei allen Rosengruppen, dass ein scharfer Rückschnitt zur richtigen Zeit, im richtigen Maß zur Langlebigkeit der Rose beiträgt. Ist man zu zaghaft oder schneidet beispielsweise immer nur an den Spitzen, werden die edlen Gewächse schnell verkahlen und krank.
Wann soll ich meine Rosen zurückschneiden?
Rosen werden am besten im zeitigen Frühjahr zurückgeschnitten, sobald die Knospen in den unteren Triebteilen zu schwellen beginnen, was bei einem normalem Winterverlauf von Anfang bis Ende März ist. Wenn zu früh geschnitten wird, kann es passieren, dass die Rosen bei einem erneuten Wintereinbruch zu weit zurückfrieren. Als Faustregel gilt, dass Rosen dann geschnitten werden können, wenn die Forsythien blühen.
Die richtige Technik
- Der Schnitt sollte leicht schräg sein
- Man setzt die Schere circa 5 mm über einer Knospe an (keine langen Stummel stehen lassen)
- Diese Knospe sollte nach außen zeigen, um ein luftigeres, breiteres Wachstum zu erzielen
- Überalterte Triebe entfernt man ganz an der Basis
- Wunden werden mit einem Wundverschlussmittel verschlossen
- Beim Rückschnitt stets eine scharfe, saubere Gartenschere verwenden.
Die verschiedenen Rosen-Gruppen erfordern allerdings ein etwas unterschiedliches Vorgehen, denn nicht jede Rose verträgt einen radikalen Rückschnitt.
Der Sommerschnitt bei allen Rosen
- Permanent sollten verblühte Blütenköpfe entfernen werden
- Wenn der gesamte Trieb abgeblüht ist schneidet man diesen um mindesten 3 Blattachsen zurück
- Wildtriebe an der Basis ausschneiden/ausreißen
Rückschnitt Edelrosen, Beetrosen und Zwergrosen
Es reicht aus, wenn 4 bis 5 kräftige Haupttriebe als Grundgerüst aus der Veredlung verbleiben. An den kräftigsten dieser Triebe schneidet man auf 5 verbleibende Augen (Knospen) zurück. Die etwas schwächeren Seitenäste werden entweder ganz ausgeschnitten oder auf 3 Augen eingekürzt. Vermeiden Sie an diesen Trieben Vergabelungen, am besten indem Sie diese unterschneiden/entfernen.
Rückschnitt bodendeckende Rosen
Ab dem zweiten, spätestens dritten Standjahr benötigen Bodendeckerrosen einen starken Verjüngungsschnitt. Alte, kahle und stark aufrecht wachsende Triebe werden gänzlich an der Basis entfernt. Die verbleibenden Jungtriebe schneidet man auf 3 bis 5 Augen zurück. Keine Angst vor zu starkem Rückschnitt, denn die gekürzten Pflanzen werden die Fläche sehr schnell wieder bedecken und umso kräftiger und gesünder nachtreiben.
Rückschnitt Rosen-Zierstämmchen
Die Kronen von Stammrosen schneidet man wie die Edelrosen, denn auch hier beschränkt man sich auf wenige Haupttriebe. Stammrosen mit hängenden Zweigen (Trauerrosen) kürzt man um ein Drittel ein und bringt die Krone leicht in Form. Dürre und überalterte Zweige werden aber auch bei Trauerrosen entfernt.
Rückschnitt Kletterrosen
Bei mehrmals blühenden Kletterrosen entfernen Sie jedes Jahr nur ein bis zwei Haupttriebe der Grundstruktur, damit Platz geschaffen wird für vitale Jungtriebe. An diesen verbliebenen Haupttrieben befinden sich Seitentriebe, die auf 3 bis 4 Augen zurückgeschnitten werden können.
Einmal blühende Kletterrosen werden im Sommer (Juli und August) zurückgeschnitten. Dabei werden sämtliche Seitentriebe, die Blüten getragen haben auf ca. 20 cm Länge zurückgeschnitten. Die kräftigen Haupttriebe bleiben stehen. 1 bis 2 überalterte Ruten werden jedoch an der Basis entfernt, um einen Nachtrieb von jungen Trieben zu fördern. So werden Jahr für Jahr alle alten Ruten durch junge ersetzt.
Rückschnitt Strauchrosen
Bei mehrmals blühenden Strauchrosen werden die starken Haupttriebe auf circa die Hälfte ihrer Länge zurückgeschnitten, die schwächeren Seitenäste auf 4 bis 5 Augen.
Einmal blühende Strauchrosen blühen am alten, mehrjährigen Holz. Deshalb beschränken Sie sich auf das Auslichten. Überflüssige, alte, kahle oder dürre Zweige werden an der Basis entfernt.
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