Rottenecker Entstehung

 

 patrickrottenecker

Entstehung einer Figur


Bronze - das edle Metall der Antike
 

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Bereits 1800 v. Chr. wurde in unseren Regionen das edle Metall entdeckt. Es wurde zunehmend begehrt und gefragt. Schon damals erkannten unsere Vorfahren den hohen Wert dieses Materials, das die Lebensgewohnheiten in einem bis dahin nicht vorstellbaren Maße änderte.
Aus allen Ländern der Welt sind uns heute Bonzen überliefert, die uns zeigen, dass der Mensch nicht nur die Einsatzmöglichkeiten und deren Nutzen hieraus erkannte. Den Wert, den er diesen Artikeln beimaß, zeigte er in einer kunstvollen und harmonischen Formgebung: die Streitaxt war nicht nur ein nützlicher Gegenstand, sie zeigte auch die Würde des Besitzers.

 

Entwurf des Künstlers
 
Am Anfang steht der Entwurf des Künstlers inspiriert durch eigene Ideen, Fotos, Zeichnungen etc. Wenn er ein Werk anstrebt, beginnt er mit der Gestaltung des Modells in Ton, alternativ in Gips. Das Foto zeigt den Künstler Guido Mariani, Mailand.

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Gummimodell
 
Auf das Urmodell wird in mehreren dünnen Schichten Silikon aufgetragen. Es entsteht das sogenannte "Gummimodell". Dieses kann nur wenige Male verwendet werden, da durch den Gießvorgang die Form rissig und somit unbrauchbar wird.

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Bronzeguss
 
Seltsam kurz und dennoch hochdramatisch ist der Guss. Die flüssige Bronze, ihre Temperatur beträgt 1000 - 1200 Grad Celsius, in einem fast weiß- glühenden Keramiktiegel wird von zwei Männern in Schutzkleidung mit einer doppelgriffigen Zange genau über den Gusstrichter gelenkt. Sie kippen den Tiegel vorsichtig an und schon rinnt die feurige Schmelzmasse in die Form.
 

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Entfernen der Gussrückstände
 
Der Guss ist beendet, wenn der Bronzepegel im Trichter sichtbar wird. Nach etwa 20 Minuten ist die Bronze (je nach Volumen) soweit abgekühlt, dass der Gusskasten geöffnet und, nach völliger Abkühlung, der Schamottemantel mit Schlägen entfernt werden kann.

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Patina
 
In mehreren Arbeitsgängen werden Laugen in unterschiedlichen Mischungsverhältnissen aufgetragen. Danach erhält man die endgültige Oberflächenstruktur mittels Bürsten und Schleifen.

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